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5-Megawatt-Photovoltaik-Anlage auf BVB-Stadiondach wird mit 3,7-Megawattstunden-Batteriespeicher ergänzt

Borussia Dortmund hat auf dem Stadiondach eine Photovoltaik-Anlage mit fünf Megawatt Leistung errichtet. Ein zusätzlicher Batteriespeicher mit 3,7 Megawattstunden Kapazität befindet sich im Bau.

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Dr. Anna Schmidt

Energieexpertin mit Fokus auf erneuerbare Energien und Speichertechnologien.

BVB: Stadion-Photovoltaik-Anlage erhält Batteriespeicher mit 3,7 MWh

Dortmund, November 2025 – Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund (BVB) hat sein Stadion mit einer Photovoltaik-Anlage mit 5 Megawatt Leistung ausgestattet. Die Anlage, bestehend aus 11.132 Solarmodulen, wurde vom Energiekonzern RWE installiert – im Rahmen einer seit 2024 bestehenden Nachhaltigkeitspartnerschaft zwischen beiden Partnern.

Solarstrom für den Eigenbedarf

Die neue PV-Anlage auf dem Dach des Signal Iduna Parks soll künftig etwa die Hälfte des jährlichen Strombedarfs des Stadions decken. Der Solarstrom wird direkt vor Ort verbraucht und reduziert die Abhängigkeit von externen Stromlieferungen.

Batteriespeicher ergänzt das System

Zur besseren Nutzung des erzeugten Stroms – auch in sonnenarmen Zeiten oder bei Spielen am Abend – wird aktuell ein Batteriespeicher mit 3,7 Megawattstunden Kapazität errichtet. Die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant. Damit fällt das System größer aus als ursprünglich angekündigt.

„Die Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeicher ist ein starkes Zeichen für nachhaltigen Profifußball“, kommentierte ein Sprecher von RWE.

Nachhaltigkeitspartnerschaft zwischen RWE und BVB

Die Partnerschaft zwischen BVB und RWE wurde im Sommer 2024 geschlossen und läuft zunächst über sechs Jahre. Bereits als erstes gemeinsames Projekt wurde eine kleinere PV-Anlage auf dem Dach der BVB-FanWelt realisiert. Die neue Stadionanlage stellt nun das Flaggschiffprojekt der Zusammenarbeit dar.

Bedeutung für die Branche

Das Projekt zeigt, wie erneuerbare Energien auch in Großveranstaltungsstätten integriert werden können. Mit der Kombination aus Eigenverbrauch und Speicherlösung wird ein Energieeffizienzbeitrag auf Systemebene geleistet – ein Modell, das auch für andere Vereine, Arenen und Eventstandorte Vorbild sein könnte.

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