Die Pizza am Freitagabend, der Döner in der Mittagspause: Essenslieferungen gehören für viele Haushalte zum Alltag. Mit der Bequemlichkeit wächst die Frage nach der Klimabilanz. Die Antwort fällt differenzierter aus, als man vermuten würde, denn nicht die Lieferung an sich ist das Problem, sondern die Art, wie sie organisiert ist.
Die Strecke entscheidet
Der größte Faktor ist die Entfernung. Eine Lieferung über wenige Kilometer verursacht deutlich weniger Emissionen als eine Fahrt quer durch die Stadt. Plattformen, die Restaurants aus einem großen Umkreis anbieten, verleiten dazu, weit entfernte Küchen zu wählen. Lokale Betriebe mit eng gezogenem Liefergebiet haben hier einen strukturellen Vorteil.
Ein Beispiel liefert ein Dönerladen in Gröbenzell westlich von München. Er beschränkt seine Lieferung auf neun Postleitzahlen, deren Fahrzeiten vorher gemessen wurden. Die weitesten Ziele liegen bei rund einer Viertelstunde Fahrt. Das hält nicht nur das Essen warm, sondern auch die Strecken kurz.
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Bündeln statt einzeln fahren
Ein weiterer Hebel ist die Bündelung. Fährt ein Bote mehrere Bestellungen in einer Tour aus, sinken die Emissionen pro Mahlzeit erheblich. Das funktioniert besonders gut in einem kompakten Gebiet mit festen Zeitfenstern. Mindestbestellwerte haben dabei einen Nebeneffekt: Sie verhindern, dass für ein einzelnes Getränk ein Auto losfährt.
Verpackung nicht vergessen
Neben dem Transport schlägt die Verpackung zu Buche. Einwegboxen aus Kunststoff, Aluminiumschalen und Plastikbesteck summieren sich. Seit einigen Jahren müssen Gastronomen in Deutschland für Speisen zum Mitnehmen auch eine Mehrwegoption anbieten, kleine Betriebe können dabei Ausnahmen nutzen, wenn Kunden eigene Behälter mitbringen dürfen.
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Abholen als Alternative
Wer in der Nähe wohnt, kann die Bilanz selbst verbessern: zu Fuß oder mit dem Rad abholen. Viele Betriebe bieten Vorbestellung und Abholung an, der Gröbenzeller Laden etwa über seinen Onlineshop auf amcas.de, in dem sich Bestellungen auch zur Abholung in Gröbenzell aufgeben lassen.
Essenslieferungen sind nicht per se klimaschädlich. Kurze Wege, gebündelte Touren und sparsame Verpackung machen den Unterschied, und die Entscheidung dafür fällt oft schon bei der Wahl des Restaurants.





