In den ersten Jahren der Elektromobilität war die Antwort auf die Reichweitenangst einfach: größere Batterien. Fahrzeuge mit 100 Kilowattstunden und mehr wurden zum Statussymbol. Inzwischen verschiebt sich der Fokus. Hersteller werben wieder mit dem Verbrauch – und das hat gute Gründe, die weit über das einzelne Auto hinausreichen.
Jede eingesparte Kilowattstunde zählt dreifach
Ein effizientes Elektroauto braucht für dieselbe Reichweite eine kleinere Batterie. Das spart Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt, senkt das Gewicht und damit wiederum den Verbrauch. Zweitens sinken die Ladezeiten: Wer weniger Energie pro Kilometer braucht, holt an der Säule in derselben Zeit mehr Reichweite nach. Und drittens entlastet Effizienz das Stromnetz. Bei Millionen Fahrzeugen macht es einen messbaren Unterschied, ob der Durchschnitt bei 20 oder bei 14 Kilowattstunden pro 100 Kilometer liegt.
Wo die Ingenieure ansetzen
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Der größte Hebel bei Autobahntempo ist die Aerodynamik. Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, ein niedriger cW-Wert spart deshalb vor allem auf langen Strecken. Hinzu kommen rollwiderstandsarme Reifen, effizientere Siliziumkarbid-Leistungselektronik und Wärmepumpen, die im Winter die Abwärme von Antrieb und Batterie für den Innenraum nutzen.
Wie weit das inzwischen geht, zeigt ein Beispiel aus Bayern: Der neue Audi A2 e-tron, gebaut im Stammwerk Ingolstadt, kommt in der Version mit Effizienzpaket nach WLTP auf 12,8 Kilowattstunden pro 100 Kilometer – so wenig wie kein Serienmodell der Marke zuvor. Möglich machen das unter anderem ein cW-Wert von 0,24 und eine auf Effizienz ausgelegte Antriebsabstimmung. Die maximale Reichweite nach WLTP liegt bei bis zu 646 Kilometern. Technische Daten und Leistungsstufen fasst die Modellseite zum Audi A2 e-tron zusammen.
Was das für die Stromrechnung bedeutet
Für Fahrerinnen und Fahrer macht sich Effizienz direkt bemerkbar. Ein Rechenbeispiel: Bei 12.000 Kilometern im Jahr und einem Haushaltsstrompreis von rund 35 Cent je Kilowattstunde kostet ein Fahrzeug mit 13 Kilowattstunden Verbrauch etwa 550 Euro Strom im Jahr, eines mit 20 Kilowattstunden rund 840 Euro. Ladeverluste kommen jeweils noch hinzu. Wer mit eigenem Solarstrom lädt, verschiebt die Rechnung weiter zugunsten des sparsamen Autos, weil die begrenzte Überschussmenge vom Dach für mehr Kilometer reicht.
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An öffentlichen Schnellladesäulen, wo die Kilowattstunde oft deutlich mehr kostet, wird der Unterschied noch größer. Welche Tarife, Ladekarten und Lademöglichkeiten es gibt, erläutert ein Überblick zum .




