In Haushalten, in denen regelmäßig trainiert, gekickt oder gelaufen wird, läuft die Waschmaschine öfter als anderswo. Laufshirts, Trainingshosen, Stutzen, Vereinstrikots: Sportkleidung landet nach fast jedem Tragen in der Trommel, weil Schweiß und Gerüche sich darin schneller festsetzen als in einem Baumwollpullover. Das summiert sich auf der Stromrechnung. Die gute Nachricht: Gerade bei synthetischen Funktionsstoffen lässt sich der Energiebedarf deutlich senken, ohne dass die Wäsche weniger sauber wird.
Wo die Energie beim Waschen hingeht
Eine Waschmaschine braucht Strom für mehrere Aufgaben: den Motor, der die Trommel dreht und schleudert, die Pumpe, die Elektronik – und vor allem den Heizstab, der das Wasser erwärmt. Dieser Heizvorgang ist mit Abstand der größte Posten. Je höher die eingestellte Temperatur, desto mehr Energie fließt in einen Vorgang, der mit dem eigentlichen Reinigen nur zum Teil zu tun hat.
Daraus folgt die wichtigste Regel: Die Temperatur ist der stärkste Hebel. Wer statt mit 60 mit 30 oder 40 Grad wäscht, spart einen erheblichen Teil der Energie pro Waschgang. Moderne Waschmittel enthalten Enzyme, die schon bei niedrigen Temperaturen arbeiten und Eiweiß- und Fettverschmutzungen lösen – genau die Art von Schmutz, die beim Sport entsteht.
Anzeige
Funktionsfasern mögen es kühl
Sportbekleidung besteht heute meist aus Polyester oder Polyamid, häufig mit einem Anteil Elasthan. Diese Fasern nehmen wenig Wasser auf, leiten Feuchtigkeit nach außen und trocknen schnell. Hitze tut ihnen nicht gut: Elasthan verliert an Spannkraft, aufgedruckte oder aufgeflockte Elemente können sich lösen oder brechen, und manche Stoffe verziehen sich.
Die Pflegeetiketten vieler Trikots und Funktionsshirts empfehlen deshalb ohnehin niedrige Temperaturen. Energiesparen und Textilpflege ziehen hier an einem Strang. Was bei Synthetik allerdings stört, sind Gerüche: Bakterien, die Schweiß zersetzen, halten sich gern in den Fasern. Dagegen helfen weniger hohe Temperaturen als vielmehr diese Gewohnheiten:
- verschwitzte Kleidung nicht feucht in der Sporttasche liegen lassen, sondern zügig lüften oder waschen,
- ein Waschmittel verwenden, das für Sport- oder Funktionswäsche ausgewiesen ist,
- auf Weichspüler verzichten, der sich auf synthetischen Fasern ablagern und den Feuchtigkeitstransport beeinträchtigen kann,
- bei hartnäckigem Geruch gelegentlich einen Hygienespüler oder eine Vorwäsche einsetzen statt einer Kochwäsche.
Anzeige







